Judo

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Judo ist eine Kampfsportart, die sich auf den Griffkampf und Wurf- und Bodentechniken konzentriert. Judo wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Kano Jigoro aus der alten japanischen Kampfkunst/-sportart Ju-Jitsu entwickelt.

Hintergrund und Geschichte des BJJ:

Das traditionelle Ju-Jitsu/Ju-Jutsu (jap.: die sanfte/nachgebende Kunst) entwickelte sich aus den waffenlosen Kampfsystemen der japanischen Samurai und beinhaltete auch einen strengen Werte- bzw. Ehrenkodex. Kano Jigoro erlernte verschiedene Stile des Ju-Jitsu und gründete 1882 seine eigene Schule, den Kodokan. Hier entwickelte er durch die Auswahl von Techniken die seiner Maxime: „möglichst wirksamer Gebrauch von geistiger und körperlicher Energie“ entsprachen, das Judo (jap.: der sanfte Weg). Der strenge Werte- und Ehrenkodex ist auch bestandteil des Judo, das nicht nur der Schulung des Körpers sondern auch des Geistes dient.

Große Bekanntheit und Verbreitung fand Judo in Japan nach 1886, als die die Schüler Kanos gegen die Schüler einer traditionellen Ju-Jitsu Schule in einem Wettkampf gewannen. Bald wurde Judo auch als Polizei-, Armee- und Schulsport in Japan eingeführt.  In der Anfangszeit des Judo wurde begrifflich nicht zwischen Judo und Ju-Jitsu unterschieden. Durch die Entwicklung zum Wettkampfsport wurden Schlag- und Tritttechniken und andere für den Gegner gefährliche Techniken unwichtig und gerieten in Vergessenheit. Diese gehören zwar noch zum Judo, werden aber nur noch sehr selten gelehrt. Zudem wurde durch das Wettkampfregelwerk der Schwerpunkt auf den Griffkampf und Würfe (Tachi-Waza) gelegt und der Bodenkampf (Ne-Waza) nahm eine untergeordnete Rolle ein. Im Regelwerk des weniger populären Kosen Judo liegt der Schwerpunkt auf dem Bodenkampf (Ne-Waza).

Durch die Einführung von Weltmeisterschaften im Jahre 1956 und die Aufnahme von Judo ins olypmische Programm 1964 förderte weltweite Popularität von Judo. Heute ist Judo eine weltweit verbreitete Kampfsportart, die sich großer Beliebtheit als Leistungs- als auch Breitensport erfreut.

Der verantwortliche Verband und Ausrichter der wichtigsten Turniere ist die Internationale Judo Föderation (IJF).

Berühmte bzw. legendäre Judoka waren/sind unter anderem: Ilias Iliadis, Kosei Inoue, Teddy Riner, Toshihiko Koga, Kimura Masahiko, Tadahiro Nomura, Udo Quellmalz, Ole Bischof, Djamel Bouras, David Douillet, Moshé Feldenkrais, Alexander von der Groeben, Willem Ruska, Peter Seisenbacher Yasuhiro Yamashita.

Berühmte weibliche Judoka waren/sind unter anderem: Noriko Anno, Yvonne Bönisch, Ronda Rousey, Ayumi Tanimoto, Driuliz Gonzalez.

Neben dem Kampf (Trainings/Übungskampf: Randori, Wettkampf: Shiai) ist die Kata eine weitere Form des Judos. Kata bezeichnet die Ausführung festgelegter Bewegungsabläufe/-formen. Im Judo werden die Katas fast ausschließlich mit Partner durchgeführt.

Judo wird traditionell im Gi (auch Kimono oder Judo-Anzug genannt) trainiert und gekämpft.

Hier im Shop finden Sie alles für Ihr Judo Training oder Ihre Teilnahme an einem Judo Wettkampf. Im folgenden werden die wichtigsten Informationen bereitgestellt, die Sie beim Kauf ihrer Judo Ausrüstung beachten sollten.

Gi:

Ein Gi besteht aus einer Jacke mit langen Ärmeln und einer Hose die bis an die Knöchel reicht. Die traditionelle Farbe des Gis ist weiß, aber auch blau ist akzeptiert und wird im Wettkampf verwendet (ein Kämpfer tritt im weißen, der andere im blauen Gi an).

Bei der Gi-Jacke sind der Schnitt, die Schwere des Stoffes und die Webart entscheidend. Die Ärmel sollten bis ans Handgelenk reichen, für offizielle Turniere besteht ein strenges Regelwerk bezüglich der Abmessungen der Gi- Jacke. Während es im Training nicht entscheidend ist, muss im Wettkampf der Gi sehr weit und lang/groß sein. Die meisten Judoka bevorzugen für den Wettkampf schwere Jacken( ca. 1000 g/qm) die Aufgrund der Steife des Stoffes schwerer zu greifen sind. Zudem ist der dicke Stoff sehr widerstandsfähig und langlebig. Diese Jacken sind meist eng gewebt. Im Training können auch leichtere und weichere Gis verwendet werden.

Die Gi-Hose ist normalerweise aus einfachem Stoff gefertigt und zeichnet sich nicht durch eine besondere Webart aus. Hier ist jedoch auf die Schnürung und die Verstärkung der Knie zu achten. Während in anderen Kampfsportarten wie Karate oft Hosen mit Gummibund verwendet werden, ist dies im Judo nicht üblich und auch nicht zu empfehlen. Judo Hosen werden mit einem Band oder einer Kordel geschnürt und so sicher befestigt. Da man beim Judo viel Zeit auf den Knien verbringt, ist ein verstärktes Knie (doppelter oder vierfacher Stoff) sehr sinnvoll um einem schnellen Verschleiß vorzubeugen.

Rushguard:

Als Rushguard oder eigentlich Rashguard (engl. rash = Ausschlag, wunde Haut) wird ein eng anliegendes, kurz oder langärmliges Funktionsshirt mit hohem Kragen bezeichnet. Sie bestehen meist aus Spandex, Nylon oder Polyester.

Diese Shirts stammen ursprünglich aus dem Surf-Sport und dienten dem Schutz vor der Sonne aber auch Abschürfungen. Aufgrund des angenehmen Tragegefühls und ihrer Funktionalität fanden diese Shirts auch schnell Verwendung im BJJ und anderen Grappling Sportarten. Obwohl im Judo traditionell nichts unter der Gi-Jacke getragen wird, greifen immer mehr Sportler beim Training (im Wettkampf ist es nur Frauen gestattet etwas unter der Gi-Jacke zu tragen) auf Rushguards zurück. Zum einen schützt das Rushguard den Oberkörper und v.a. Hals und Nacken vor der Reibung mit dem Gi. Durch häufiges Training wird die empfindliche Haut am Hals leicht gereizt oder reibt sich am Kragen des Gis wund. Dies wird durch den hohen Kragen des Rushguard verhindert. Der Vorteil des Rushguards gegenüber normalen T-Shirts ist der hohe Kragen und die hohe Reißfestigkeit des Materials. Zudem wird durch das Gewebe der Schweiß schnell vom Körper abtransportiert, was zu einem trockenen Tragegefühl fürt.

Gürtel:

Der Gürtel dient im Judo wie auch in anderen Kampfsportarten dazu, die Gi-Jacke zusammenzuhalten und die Graduierung und damit Wissen und Können des Sportlers anzugeben. Im Judo beginnt man wie üblich mit dem weißen Gürtel. Darauf folgen gelb, orange, grün, blau, braun und schwarz. Im Kinderbereich werden Viertel- und Halbgurte vergeben, um schnelle Erfolgserlebnisse zu garantieren als auch den Prüfungsinhalt auf mehrere Etappen zu verteilen. Mit erreichen des schwarzen Gürtels geht man von den Kyu- (Farbgürteln, Schülergrade) zu den Dan-, also Meistergraden über. Der Dan-Grad wird meist durch gestickte Striche auf einem Gürtelende markiert.

Zahnschutz:

Es ist sinnvoll während des Judo Trainings als auch im Wettkampf einen Zahnschutz zu tragen. Dieser verhindert bei Zusammenstößen blutige Lippen, wackelnde oder gar herausgebrochene Zähne. Weitere Schutzausrüstung ist im Judo eher unüblich, Tiefschützer sind im Wettkampf nicht erlaubt und auch im Training nicht gerne gesehen. Viele Athleten tragen zumindest im Training Ohrenschützer zum Schutz vor Verletzungen am Ohr, die zum sogenannten Ringer- oder Blumenkohlohr führen können.